Hutfabrik in Luckenwalde von E. Mendelsohn
Sicherung und Instandsetzung
Die ehemalige Hutfabrik Steinberg - Herrmann u. Co in Luckenwalde, als eines der bedeutendsten frühen, von Erich Mendelsohn geschaffenen Bauwerke, wurde in den Jahren 1922/23 in Eisenbetonbauweise errichtet.
Die Gesamtanlage mit ihren 4 Produktionshallen, Färberei, Kessel- und Turbinenhaus und zwei Torhäusern erschien damals als ein perfekt durchkomponierter Bauorganismus. Erich Mendelsohn versuchte im Entwurf die konstruktiven Zusammenhänge

(die Funktion) mit den Mitteln der Architektur ( dynamische Formsprache) sichtbar zu machen, was im Ergebnis durch eine konsequent verfolgte Symmetrie eine erstaunliche Einheit zwischen Produktionsablauf und Architektur hervorbrachte. Besonders kunstvoll ist die Detailausbildung in expressionistischer Formensprache, wie z.B. die Bänderung des Mauerwerks durch Halbsteinvorlagen, die schräg nach oben verlaufenden Gebäudeecken und das Motiv der nach oben laufenden Schräge bei den Färbereioberlichtern.

 

Die umfassende Sanierung und Restaurierung der denkmalgeschützten Anlage konzentrierte sich bisher hauptsächlich auf die denkmalgerechte Wiederherstellung der Produktionshallen und der Färberei. Die Instandsetzung der Holzkonstruktion der Dächer als auch die Erneuerung der Oberlichter der Hallenschiffe ist abgeschlossen. 2006 wurde mit der umfassenden Instandsetzung des Fassaden-Sichtmauerwerks und dem Rückbau der Renner-Anbauten aus den 1940er Jahren begonnen.

 
               
Standort Industriestraße in 14943 Luckenwalde
Auftraggeber Abbas Ayad
Denkmalpflege Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege, UDB Luckenwalde
Grundfläche 9100 m2 (Produktionshallen und Färberei)
Merkmale Nationales Baudenkmal
Fotonachweis Modell der ehemaligen Hutfabrik, Foto Hans-Joachim Heyer, Boris Miklantsch, Universität Stuttgart, 2003-12-05
     
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